Aargauer Kies ist ein wichtiger Rohstoff mit lokalem Nutzen.

Eine Schatzkammer natürlicher Ressourcen: Kiesabbau im Kanton Aargau

Einst brachten riesige Gletscher Kies in die Schweiz, weshalb das Land heute zu einer der kiesreichsten Regionen der Welt gehört. Abgesehen von Sand ist Kies der einzige Rohstoff, den wir in der Schweiz in grösserem Stil abbauen. Allein im Kanton Aargau wurden 2024 rund 1,68 Mio. Kubikmeter (fest) Wandkies gefördert.

Wir alle brauchen Kies und dessen Nebenprodukte Splitt oder Schotter. Sie sind zusammen mit Sand die wichtigsten Basismaterialien für die Bauwirtschaft. Ob Strassen, Häuser, Brücken oder Tunnels, ohne Kies wäre ein modernes Leben undenkbar.

So funktioniert Kiesabbau

Damit unser tägliches Leben funktioniert, benötigt jede Schweizerin und jeder Schweizer jährlich eine Lastwagenladung Kies. Etwa 20 Prozent des Bedarfs kann die Kiesindustrie bereits über rezyklierte Baumaterialien decken. Der Rest wird hauptsächlich durch schonenden Trockenbau gewonnen.

Auch die Tägerhard Kies AG baut den Kies trocken ab, wäscht und sortiert ihn. Das Rohmaterial wird anschliessend verarbeitet, und es entstehen Betonkies, Splitt, Schotter oder Beton.

So funktioniert Kiesabbau

Nachhaltiger Kiesabbau

Die Tägerhard Kies AG legt grossen Wert auf nachhaltigen Kiesabbau, der auch möglichst energie- und CO2-effizient ist. Um den Wasserbedarf für das Waschen von Kies so gering wie möglich zu halten, reinigt das Unternehmen das verschmutzte Wasser und reduziert so durch Wiederverwertung den Bedarf an Frischwasser.

Knapp ein Drittel des Gesteins verwendet die Tägerhärd Kies AG für die Herstellung von Beton. Der Rest wird in loser Form beim Bau von Strassen und Infrastruktur-Projekten eingesetzt. Dafür ist eine Wassertemperatur von 60oC notwendig. Um den ökologischen Fussabdruck bei der Produktion von Beton möglichst gering zu halten, setzt das Unternehmen CO2-neutrale Holzpellets ein. Den verbleibenden CO2-Ausstoss kompensiert das Unternehmen mit dem eidgenössisch anerkannten Klimaschutz-Zertifikat fairrecycling.

In ihren Kiesgruben greift die Tägerhard Kies AG zwar in die Natur ein, schafft dadurch aber auch neuen Lebensraum. In den steinigen Flächen mit kleinen Tümpeln finden seltene Tier- und Pflanzenarten eine Heimat und die Biodiversität erhöht sich. Ausserdem sorgt das Unternehmen dafür, dass die Kiesgruben nach einer begrenzten Abbauzeit wieder verfüllt und als Fruchtfolge-, Naherholungs- oder Waldfläche genutzt werden können.

Das Gebiet Bifig-Flüefeld dient heute der Landwirtschaft und wird nach fachlich einwandfreier Rekultivierung der Kiesgrube wieder uneingeschränkt nutzbar sein.

Öffentliche Auflage der Teiländerung der Nutzungsplanung für die Kiesgrube Bifig-Flüefeld in Würenlos

Die Nutzungsplanung für die Kiesgrube Bifig-Flüefeld in Würenlos liegt ab dem 20. Februar für 30 Tage in der Gemeinde auf.

Wettingen/Würenlos, 18. Februar 2026. Ab 20. Februar 2026 haben die Bürgerinnen und Bürger von Würenlos für 30 Tage die Möglichkeit, die Teiländerung der Nutzungsplanung für die Kiesgrube Bifig-Flüefeld einzusehen und sich dazu zu äussern. In einem nächsten Schritt wird die Gemeindeversammlung von Würenlos über das Projekt abstimmen. Stand heute planen die Verantwortlichen mit einem frühestmöglichen Baustart Ende 2027.

Nahtloser Ersatz ohne Mehrbelastung

Die Kiesgrube Bifig-Flüefeld ist als gleichwertiger Ersatz für die bestehende Kiesgrube Lugibachtal vorgesehen. Diese wird voraussichtlich Ende 2027 erschöpft sein und anschliessend wieder aufgefüllt. In der Ersatzgrube Bifig-Flüefeld soll in ähnlichem Umfang Kies abgebaut werden wie in der bisherigen Grube Lugibachtal. Die Materialtransporte zum lediglich 1,3 Kilometer entfernten Werk erfolgen ohne Durchfahrten durch Wohnquartiere.

Die Tägerhard AG plant auf einer Fläche von rund 3,5 Hektaren in zwei Etappen Kies abzubauen. Die maximale Betriebsdauer der Grube beträgt 15 Jahre. Die Erreichbarkeit der umliegenden Naherholungsgebiete bleibt während der gesamten Abbaudauer uneingeschränkt gewährleistet.

Ökologischer Ausgleich und Rekultivierung

Als Voraussetzung für die Nutzungsplanung erstellte die Tägerhard Kies AG für die Ersatzkiesgrube einen Umweltverträglichkeitsbericht sowie ein Verkehrsgutachten. Diese zeigen auf, wie Mensch und Natur vor, während und nach dem Projekt geschützt werden. Als ökologischer Ausgleich sind rund um die Kiesgrube unter anderem neue Hecken, ein Feuchtbiotop sowie Obstbaum- und Magerwiesen vorgesehen. Nach der Abbauphase folgen mehrjährige Phasen der Rekultivierung, damit das Areal wieder vollständig landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Während der Nutzungsplanänderung und darüber hinaus steht die Tägerhard Kies AG der Bevölkerung bei Fragen und Anliegen zur Verfügung: «Uns ist es wichtig, dass die Einwohnerinnen und Einwohner von Würenlos nachvollziehen können, wie der lokale Kiesabbau fortgeführt wird. Darum pflegen wir einen engen Dialog», sagt Urs Meier, Verwaltungsratspräsident der Kiesspezialistin.

Über Tägerhard Kies

Seit mehr als 70 Jahren beliefert die Tägerhard Kies AG die Region zuverlässig mit Kies, dem mengenmässig wichtigsten Rohstoff des Kantons. Dabei setzt die Kiesspezialistin konsequent auf einen nachhaltigen sowie möglichst energie- und CO₂-armen Kiesabbau. Weitere Informationen: www.bifig-flüefeld.ch und www.taegerhardkies.ch

Kontakt
Urs Meier, Verwaltungsratspräsident, 056 426 79 44, urs.meier@eduardmeier.ch